Gastartikel @ Carmen Fries (Feelgood at Office.com)

 

Ich brauche keine Diplome um mich auszudrücken ODER warum immer diese Ausreden?

Gestern habe ich jemandem davon erzählt, dass ich nach langer Karriere im HR mich dazu entschieden habe, meinen Herzensweg zu gehen. Die Antwort darauf kam prompt: „Das muss man sich auch leisten können!“
Klar, ich bin seit Jahren Millionärin und finanziere mir diese Auszeit problemlos.
Und dabei habe ich natürlich noch einen reichen Mann an meiner Seite, der das ganze mitfinanziert.

UNSINN. Jeder darf sich dafür entscheiden, seinen Herzensweg zu gehen. Allerdings ist es zu empfehlen, auf diesen Weg ein paar wichtige Dinge mitzunehmen. Nämlich Geduld, Ausdauer, Risikobereitschaft, Leidenschaft, Glaube und Zuversicht.
UND – den Mut, sich zu zeigen. Sich sichtbar zu machen.

Doch warum begeben sich so wenige auf ihren Herzensweg? Diesen Weg zu gehen, heisst nicht immer gleich eine Selbständigkeit aufzubauen. Dieser Weg kann auch ein Hobby sein, das ausgelebt werden will. Auf diesem Weg zeigen wir uns. Mit unseren Ideen, Visionen und Leidenschaften. Dazu fehlt jedoch vielen der Mut.
Stattdessen kreieren wir fleissig immer wieder Entschuldigungen, Ausreden und Argumente es nicht zu tun, sich nicht zu zeigen, seinen Weg nicht zu gehen.

„Aufschiebertum“ sag ich dem. Das Geld ist schuld, die Zeit fehlt dafür, die Familie und der Partner lassen es nicht zu, die finanziellen Verpflichtungen sind zu gross. Oder ich muss zuerst eine wundertolle Website haben auf der wirklich alles perfekt ist. Visitenkarten drucken, tolle Fotos haben. Und dann will ich noch das Diplom und die Ausbildung absolvieren. Und dann, ja dann, lege ich los. Das ist doch Blablabla!
Wir lügen uns ständig an. Immer wieder.

WARUM TUT IHR DAS ALSO? 

Hinter diesem Aufschiebertum verstecken sich Ängste. Was denken die anderen? Kann ich das überhaupt? Das machen doch schon so viele, wieso nun auch noch ich? Ich habe das doch gar nicht gelernt. All die anderen können das eh viel besser als ich. Klar.
Es gibt immer einen Grund, eine Angst.

Ich nehme das Beispiel mit dem fehlenden Diplom nochmals auf. Glaubst Du Kunden wollen zuerst Dein Diplom sehen, bevor sie mit Dir zusammen arbeiten? Nein!
Das Herzblut ist entscheidend. Ist die Leidenschaft für Dein Tun erkennbar? Wirst Du von Leuten weiterempfohlen. Hast Du Talent? Darum merke Dir:

TUN heisst das Zauberwort. Einfach TUN.

  • Hat jemand die Vision und das Talent kreativ zu sein, dann sind das die zwei besten und wichtigsten Voraussetzungen. TUN.
  • Kann jemand sehr gut schreiben, sich ausdrücken und tut dies noch mit absoluter Hingabe. TUN.
  • Träumst Du seit Jahren von Deinem Business, Deiner Idee. Siehst es fast bildlich vor Dir. TUN.
  • Bekommst Du für eine Fähigkeit, eine Gabe, ein Talent immer wieder tolle Rückmeldungen und machst es leidenschaftlich? TUN.
  • Liebst Du es zu tanzen? Zu singen? Zu fotografieren? TUN.
  • Liebst Du es was zu bauen, zu kreieren, zu erschaffen? TUN.

Lasst uns würdig hinstehen und uns zeigen, mit unseren Talenten, Leidenschaften und Visionen. Lasst die Welt dadurch kreativer, individueller und bunter werden. Und wir kehren zurück zu unserer Zufriedenheit unserer Balance.

Was TUN wir mit dem Aufschiebertum? 

  1. Schreib Dir Deine ABER’s auf. Konfrontiere Dich damit. Ist das wirklich etwas, was mich hindert oder ist es eine Ausrede? Und stell Dir dabei die Frage, was wäre das Schlimmste, was passieren könnte, wenn ich es einfach tue?
  2. Warum kreiere ich diese Ausreden? Was für eine Angst versteckt sich hinter dieser Ausrede? Anerkenne diese Angst, nimm sie zu Dir, schau sie an, akzeptiere sie und dann lasse sie los.
  3. Schiebst Du die Dinge auf, weil es Aufgaben sind, welche Du nicht gerne tust – dann hol Dir Hilfe oder Unterstützung.
  4. Leg Dir einen Schutzmantel an. Sobald Du Dich mit Deiner Arbeit/Wunsch zeigst, wirst Du Lob und Kritik ernten. Atme das Lob bewusst ein und die Kritik aus. Dein gedanklicher Schutzmantel hilft Dir dabei, dass Dich Lob nicht kränkt.
  5. Machst Du andere dafür verantwortlich, dass Du etwas nicht tun kannst? Die Familie, den Partner/in oder die Kinder? Formuliere Deinen Wunsch klar und suche das Gespräch. Zeige Dich mit Deinem Bedürfnis und gemeinsam sucht nach einer Lösung. Andere für sein fehlendes Tun verantwortlich zu machen, ist etwas vom Schlimmsten. Das hat mit echter Liebe nichts zu tun. Liebe nährt sich nicht vom Opfertum.
  1. Bist Du in einer Anstellung? Brauchst Du Zeit für Dein Hobby, Deine Idee oder Deinzweites Standbein? Mach Dir klar, was Du brauchst? Eine Pensumreduktion, eine Arbeitszeitvereinbarung, einmal pro Woche früher Feierabend. Formuliere Deinen   Wunsch klar, viele Arbeitgeber sind offen für solche Vereinbarungen.

All das lässt sich gleich umsetzen. JETZT.

Wie bereits in meinem letzten Blogartikel über’s Träumen geschrieben. Träumt! Mach Deine Träume sichtbar. In meiner Arbeit als „Geburtshelferin für Träume“ berührt es mich jedes Mal, wenn Leute ihre Träume wiedersehen. Zufriedenheit, Energie und Dankbarkeit breitet sich aus. Lasst uns ins TUN kommen und uns vom Aufschiebertum verabschieden. Es gibt keinen Grund es nicht zu tun.

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Ich bin für JETZT und ihr? 

Herzlich Sandra

sandraelsig.com

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