ich-Zeiten kreieren und wundertoll egoistisch sein (Inspiration 1)

Letzte Woche habe ich den Blogartikel über die Wichtigkeit von Ich-Zeiten geschrieben. Aus Feedbacks zum Artikel und bereits vorher, höre ich oft.
"Ja, das tönt so toll mit diesen Ich-Zeiten - doch das lässt sich im Alltag einfach nicht umsetzen." Ist das nicht manchmal einfach eine einfache Ausrede. Viel schlimmer noch, wir geben unserem Umfeld oftmals die Schuld daran, dass wir es selber nicht schaffen, die Selbstverantwortung für uns zu übernehmen. Das wir damit unseren Partnern, Kindern, Freunden unbewusst ganz schnell mal eben, eine kleine Last aufladen und sie für etwas verantwortlich machen, wofür sie eigentlich nichts können - ist das fair?     

 

Häufig tragen wir zu wenig Sorge für unsere eigenen individuellen Grenzen und Bedürfnisse und schieben anderen dafür die Schuld in die Schuhe.
(Familienkalender Largo)

 

Aus diesem Grund heraus und im Zusammenhang mit meiner Herzrevolution habe ich mich entschlossen, eine Reihe aus Inspirationen zu starten, mit Beispielen aus dem Alltag, wie einfach oft Ich-Zeiten kreiert werden können.

 

INSPIRATION 1

 

Sonntag. Ein wunderbarer Tag für ICH-Zeiten. Gestern war ich an einem Flohmarkt. Die Halle war voll von Leuten, fast zu voll. Viele Familien und Paare waren da. Dabei habe ich beobachtet, wie viele Männer sich langweilten, die kleinen Kinder überfordert waren von der Menge Leute und der Vielfalt der Stände und die Frauen genervt, weil sie nicht wirklich Zeit hatten, in aller Ruhe durch die Stände zu stöbern. Aus dieser Erkenntnis meine erste und heutige Inspiration.

 

TEILT EUCH AUF zugunsten einer Ich-Zeit. 
Eine wundervolle Übung wundertoll egoistisch zu sein. WIE? Ich gehe allein. Warum also nicht, den Partner oder die Partnerin zu Hause lassen, die Kinder auch und einfach sich alleine die Ich-Zeit gönnen. Die Kinder dürfen zu Hause spielen, der Partner oder die Partnerin die Zuhause bleibt, kann was für sich tun - und wenn es nur die Tatsache ist, mal bis am Mittag im Pyjama zu sein. Die Person die geht, kann sich auftanken, hat Ich-Zeit und kommt energiegeladen nach Hause. Danach Partnertausch bei der Aufsicht der Kinder. Wenn kein Partner/in da ist, dann versucht, einen Sitter zu organisieren, zumindest für eine Stunde.

Das selbe gilt, wenn keine Kinder da sind. Da geht es noch einfacher, weil die Ich-Zeit als Beispiel gleichzeitig kreiert werden kann. Auch hier, wirklich bewusst jeder für sich, Zeiten erschaffen, wo wir bewusst etwas nur für uns tun. Das Gefühl dieses wir-tun-alles-zusammen-Kultur kann sehr einengend wirken und in der heutigen stressgeladenen Zeit in der Partnerschaft oft das Gefühl nähren, ich komme zu kurz. Nie geht es um mich.   

 

Die Schaffung von ICH-Zeiten kräftigt uns, nährt uns und gibt uns Energie. Sprich, Du warst wundertoll egoistisch und konntest Dich und Deine Batterien aufladen und wirst Deinem Umfeld viel wertvoller gerecht. Probiert es aus.

 

Ich appelliere an euch - habt nicht das Gefühl in der Partnerschaft und in der Familie immer das Gefühl zu haben, alles zusammen zu tun. Die Kinder überall mitzunehmen. Den Partner überall mitzunehmen.
Lieber die Zeiten etwas minimieren zu Gunsten einer Ich-Zeit und dafür sind die gemeinsamen Zeiten qualitativ wertvoll!        

 

Ich habe das gestern so gemacht, habe das ganze noch mit einem Spaziergang verbunden. Diese zwei Stunden waren sowas von inspirierend, wertvoll und nährend, dass ich immer wieder bewusst nun wundertoll egoistisch sein will. Früher hatte ich das Gefühl - das darf ich nicht. Gerade als Mutter verstärkt sich dieses Gefühl sehr stark. Doch, es stärkt. Die Zeiten die wir dann als Familie verbringen, sind umso wertvoller. Wundertoll egoistisch sein kann also durchaus sehr kraftvoll und inspirierend sein. Und für die Kinder, sie können das tun was für Kinder so wertvoll ist, spielen, spielen und nochmals spielen! Sie dürfen Kind sein.  

 

Also, fühlt euch gedrückt und inspiriert.
Ich wünsche euch eine wundervolle Woche.

 

Herzgruss.

Sandra - die Herzheldin  

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Kommentare: 1
  • #1

    Stefanie (Donnerstag, 23 Februar 2017 17:37)

    Liebe Sandra
    Was für eine wundertolle Idee eine Inspirations-Reihe zu starten!
    Die Ausrede kenne ich nur zu gut, weil auch ich diese zu oft verwende. Als ich deinen Artikel gelesen habe, ist mir wirklich bewusst geworden, dass es nichts bringt, wenn wir immer alles zusammen machen wollen und es den Kindern und/oder Partnern gar nicht gefällt. Es ist allen geholfen, wenn jeder sein Ding machen kann und gestärkt die gemeinsame Zeit geniessen kann. Eine Ich-Zeit muss ja nicht gleich einen ganzen Tag beanspruchen - weniger Zeit dafür öfters hilft sicher mehr.
    Liebe Grüsse, Stefanie