Warum ich tue was ich tue oder wenn Kreativität sichtbar wird.

Kennst Du das? Du tust etwas, was Dich ganz in seinen Bann zieht. Wann hast Du das letzte Mal alles um Dich herum vergessen, nur weil Du Dein Herzding tust.

Da wo Deine Freude Zuhause ist.

Bei mir ist gestern, was ganz wundervolles passiert. Ich hatte Zeit, Zeit für mich und war leer von Erwartungen. Ich habe es mir mit meinen Stiften gemütlich gemacht und habe einfach so, ganz intuitiv drauf losgezeichnet. Ich habe mich nur auf das Zeichnen fokussiert. Als ob mein Stift in direkter Verbindung mit meinem Herzen war. Als ich die erste Zeichnung fertig gestellt habe, hat mich eine sehr tiefe Fülle gepackt. Ich war berührt und aufgewühlt gleichzeitig. Vielleicht denkst Du jetzt, das kenn ich und ich weiss, wie befreiend es sein kann, kreativ zu sein. 

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Toll, Du kannst stolz auf Dich sein, dass Du um diese Erfahrung reich bist.
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Ich will etwas ausführlicher werden, warum mich dieser Moment so berührt hat. Ich bin seit Jahren "kreativ". Mein Umfeld sieht meine Fülle seit Jahren. Ich habe viel ausprobiert, ich selber dachte immer, ach, dass will irgendwie nicht klappen. Und so speziell ist das auch nicht, was ich tue. Zudem war ich über Jahre in der Mühle des Alltags gefangen. Von Werten und Pflichten gekennzeichnet, habe ich brav alles gemacht, was von mir erwartet wurde. Schon von klein auf, wurde uns gelernt, dass man von Kreativität nicht leben kann. Lerne etwas ordentliches. Gesagt getan. Die Vernunft hatte gesiegt. 
Immer im Gepäck eine Leere. Etwas das mir stets gefehlt hat. Obwohl ich sehr gut bezahlte Jobs hatte und auch Anerkennung, hat sich stets eine gewisse Unzufriedenheit breit gemacht. Dementsprechend war ich perfekt für Mentoren, Heiler, Coach und Horoskope. Ich war stets auf der Suche, dass mir jemand mein Patentrezept aushändigt. So, genau so, liebe Sandra, so funktioniert es. Das ist Deine Anleitung für Dein Leben. Denkste. Stattdessen wurde ich mehr und mehr fremdgesteuert und spürte mich kaum noch. Im Gegenteil, alle Feedbacks und Meinungen haben sich bei mir ganz tief gefressen und zu einer für mich geglaubten Wahrheit geformt. Ich habe vieles geglaubt, was mir gesagt wurde. Und vieles getan, nur damit ich gesehen werde. Hilfe holen ist sehr gut - doch wichtig dabei, die Selbstverantwortung bei sich behalten. Niemand anders kann für uns abschliessend entscheiden.
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Einige sahen meine Kreativität. Ich selber jedoch sah keine Einzigartigkeit. Ich war so in meiner Welt gefangen, dass mir nicht klar war, was damit gemeint war. Was es heisst, wirklich kreativ zu sein. Mir fehlte irgendwie der Zugang zu meiner eigenen Kreativität. Zu mir selbst. Doch dem sei nicht genug. Obwohl ich bei der Geburt meines Sohnes vor 5 Jahren aus der Komfortzone, zumindest im Job, geschupst wurde, war es immer noch nicht Lehre genug. Nein, ich habe mich noch zweimal beworben für einen Vernunftsjob und ihn auch prompt gekriegt. Die Erfahrungen waren bitter, jedoch äusserst wertvoll. 
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Erst seit Kurzem, nachdem ich gelernt habe, dass es nichts bringt gegen die Gegenwart zu kämpfen - habe ich begonnen mich zu öffnen für mich und meine Kreativität. Ich bin der Meinung, dass wir den Zugang zu unserer Einzigartigkeit, zu unserer ganz eigenen Kreativität erst finden, wenn wir uns selber gegenüber öffnen. Wenn wir bereit sind, inne zu halten. Reinzuspüren und reinzuhören. Wenn wir bereit sind, uns voll und ganz uns selbst zu stellen. Wenn wir es schaffen, unsere tiefsten Gefühle und Empfindungen anzunehmen und den Kampf gegenüber uns selbst und anderen aufgeben. Ängste und unsere dunkelsten Seiten nicht bekämpfen, sondern sie annehmen. Uns annehmen. Dann ist der Weg geebnet, dass wir zudem werden, was wir wirklich sind.
Doch sei gewarnt, dieser Weg, der Zugang zur eigenen Wahrheit, zum Besten in Dir, ist nicht schmerzfrei. Nein, im Gegenteil der Schmerz gehört dazu, so wie die Freude. Wenn wir es jedoch schaffen, dass alles anzunehmen, dann findet echtes Wachstum statt. 
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So kehre ich zurück zum Anfang. Tief berührt ist gestern Abend untenstehendes Bild entstanden. Es war wie die Begegnung mit mir selber. Intim und wahrhaftig. UND - langsam erkenne ich den Zugang zu meiner Grösse und zu meiner Kreativität. Durch meine Geschichte und den Wert der Kreativität habe ich begonnen, Menschen auf diesem Weg zu begleiten. Ich merke allmählich, dass ich über meine Kreativität Menschen berühre. Das wiederum berührt mich. Meine Berufung ist es, dass Du Lust hast, Dich selber zu daten, Dich kennenzulernen und Dich wieder zu lieben. Gelingt Dir das, öffnet es Dir Möglichkeiten und Momente im Leben, die Dich einfach nur verzaubern und berühren. Werte werden unwichtig, über welche Du Dich früher definiert hast und Du lernst Liebe zu empfangen, teilweise von Menschen, welche Du nicht mal kennst. 
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UND ganz wichtig, Du lernst DAS BESTE IN DIR kennen. Und wirst Dir bewusst, wie nah es Dir bereits war. Freue Dich darauf.
Das Bild im Artikel oben hat mich zutiefst bewegt und tut es immer noch. Ich freue mich auf das, was noch kommen darf. Der Text im Bild:
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"Das ist der Mut, denn es braucht, damit wir unser Herz befreien und endlich zulassen ins Tun zu kommen geleitet vom Herz.
Dazu brauchst Du Mut. Endlich darfst Du, Du sein. In Liebe Dein Herz. " 
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Herzgruss. 
Sandra 

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Kommentare: 3
  • #1

    sandra.frauenpunk.com (Montag, 19 Juni 2017 14:46)

    Sehr schön! Vor allem mag ich deine kreative Ader:-), dass tun wonach einem ist, egal ob "gut" und " passend", oder nicht!
    Und ich danke dir für den kleinen Wink den du mir durch diesen Artikel gegeben hast .
    Alles Liebe ... Sandra

  • #2

    Julia (Mittwoch, 21 Juni 2017 15:20)

    Liebe Sandra - wow, mir fehlen die Worte für das was ich empfinde, wenn ich deine Zeilen lese. Vielen Dank dafür und auch für deine wundervolle art zu schreiben! Es fühlt sich an, als schreibst du meine Empfindungen. Genau so erlebe ich die Kreativität auch. Sie führt uns zu uns, in uns hinein. Und das ist sehr lustvoll zeigt uns ausserdem so viele innere Themen auf. Für mich sind freie Malprozesse vergleichbar mit dem Leben - wir stossen an scheinbare Grenzen, müssen Entscheidungen treffen, Altes loslassen, auf das Gelingen vertrauen, Perfektionsansprüche über Bord werfen. Mit der kreativem Arbeiten können wir all das auf wundervolle Weise üben und lernen. Und ja, das braucht die Bereitschaft es zu tun, Selbstwert, sich dafür Zeit zu nehmen und Mut, sich dem zu öffnen, was kommt.
    Ach Sandra . fühl dich ganz fest gedrück!, Deine Julia

  • #3

    Bettina (Mittwoch, 21 Juni 2017 21:28)

    Liebe Sandra,

    danke für diesen innigen und liebevollen Text. Ich werde ihn ganz sicher noch mehrfach lesen, weil du etwas in mir ansprichst, was schon länger angeschaut werden möchte. Ich erlebe auch gerade, wie sich meine Einstellung zu meinem Alltag ändert und ich begonnen habe, diesen zu lieben und ihm nicht immer wieder entrinnen zu wollen.

    Von Herzen ganz viel Magie und Zauber in deinem Leben, die es noch mehr glitzern, blinken und einfach wunderbar sein lassen.

    Alles Liebe, Bettina